Anime-Review: Aldnoah.Zero | BD

Vor zwei Jahren brachte Kazé den Mecha-Action-Kracher Aldnoha.Zero nach Deutschland und erfreute alle Mecha- und SciFi-Fans. Für uns Grund genug einen kleinen Rückblick auf die Serie zu werfen.

 Aldnoah-Zero-Anime-Review
Original Titel:   アルドノア・ゼロ
Jahr: Japan, 2014
Genre: Action, SciFi, Mecha
Publisher: Kazé
Laufzeit: 300 Minuten
FSK: 12
Bildformat: 1920 x 1080p
Ton: DTS-HD Master Audio 2.0
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Episoden 1 – 12

Am 29.05.2015 brachte Kazé die erste Volume von Aldnoah.Zero in die deutschen Händlerregale und veröffentlichte einen der am meist gelobten Anime-Titel der letzten Jahre. Mittlerweile ist die erste Staffel mit vier Volumes hierzulande abgeschlossen und ließ die Fans mit einem schockierenden Staffelfinale zurück. Die zweite Staffel soll nach Angaben des Publishers dann im Frühjahr 2018 folgen. Doch schlägt sich Serie so gut, wie viele behaupten?

Worum geht es?

Nach der Zerstörung des Mondes und des Hypergates zum Mars vor 15 Jahren währt eine fragile Waffenruhe zwischen der Erde und dem Mars. Abseits ihrer Militärausbildung leben die beiden Geschwister Inaho und Yuki ein halbwegs normales Leben. Auf Seiten des Mars macht sich die junge Prinzessin des Königreichs Vers auf den Weg zur Erde, um ein Zeichen der Versöhnung zu setzen. Auch Inaho und seine Freunde wohnen dem diplomatischen Besuch der Prinzessin in Tokyo bei. Ein Anschlag überschattet jedoch die Friedensbemühungen und der viel beschriebene Krieg zwischen den Welten entflammt erneut…

Die Handlung

Wenn Gen Urobochi (Fate/Zero, Psycho Pass) und Ei Aoki (Fate/Zero, Ga-Rei-Zero) sich zusammen tun, kann dies eigentlich nur ein Garant für eine mitreißende Handlung sein. Und auch bei Aldnoah.Zero zeigen die beiden wieder ihr Können. Die Story weiß schnell zu fesseln und spätestens ab Folge 2 findet man sich in einem rasanten und schonungslosen Krieg zwischen den beiden Parteien der Erde und des Marses wieder. Auch über die späteren Folgen schafft es Aldnoah.Zero immer wieder den Zuschauer mit genial inszenierter Action und spannenden Wendungen bei der Stange zu halten und mit das Staffelfinale wird wohl die Meisten mit offenen Mündern zurückgelassen haben.

Die Charaktere

Gleich zu Beginn der Serie trifft man auf die verschiedensten Charaktere auf beiden Seiten, die alle ein glaubhaftes Bild abliefern. Einzig der Hauptcharakter Inaho wirkt doch etwas hölzern und relativ emotionslos, was etwas das Bild trübt. Dafür können die Nebencharaktere umso mehr punkten. Inahos Gegenspieler Slaine etwa hadert mit seiner eigenen Rolle in diesem Krieg und bringt so eine wunderbare Portion Polit-Thrill in die Story. Doch auch sonst machen die Charaktere eine interessante Charakterentwicklung durch und finden nach und nach ihren Platz in einer Welt, die komplett aus den Fugen zu raten scheint.

Das Bild

Bei Aldnoah.Zero handelt es sich um ein Gemeinschaftswerk des bekannten Studios A1-Picture und dem neugegründeten TROYCA. Wie bereits bei Sword Art Online bietet A1-Picture dem Zuschauer auch hier wieder eine durchweg hohe Animationsqualität. Deutlich ist auch die Mitarbeit von Kenji Teraoka (Code Geass, Gundam 00) zu erkennen, der für das Mecha-Design zuständig war.

© Olympus Knights / Aniplex, Project AZ 

Das Bild der BluRay kommt in klaren 1080p und gängigem 16:9-Format daher. Das Bild wirkt durchweg scharf und auch in den actionreichen Momenten ist kein wirklicher Qualitätsverlust zu erkennen.

Der Sound und die Synchronisation

Die Serie erklingt in DTS HD Master Audio 2.0, sowohl in deutscher als auch in japanischer Sprache. Da die Serie doch sehr actionreich ist, wäre hier ein 5.1-Format vielleicht besser gewesen. Dem epochalen Soundtrack des Komponisten Hiroyuki Sawano (Guilty Crown, Attack on Titan) tut das allerdings keinen Abbruch. Dieser schafft es genial die Story zu untermalen und voranzutreiben und hält mühelos mit Soundtracks von Filmen aus Hollywood mit.

Die Synchronisation übernahm das Berliner Studio TV+Synchron GmbH, die Dialogregie René Dawn-Claude. Alles in allem ist die Auswahl der Sprecher sehr passend zu den Charakteren gewählt, so überzeugt etwa Damineh Hojat (Ichijiku Hinata aus Code Geass) als Yuki und Josephine Schmidt (Saki Morimi aus Eden of the East) als Asseylum Vers Allusia. Maximilian Artajo (bekannt aus Arrietty-Die wundersame Welt der Borger) übernimmt die Rolle des Protagonisten Inaho, Sebastian Fitzer (bekannt u.a. aus Angel Beats!) dessen Gegenspieler Slaine. In den Nebenrollen überzeugen u.a. Jennifer Weiß (Sword Art Online 2, Neon Genesis Evangelion) als Inko Amifumi, Arne Stephan als Souma Yagarai, oder Sven Gehardt als Kouichirou Marito.

Die Extras

Die 1. Volume erschien in einer limitierten Sammleredition zusammen mit einem passenden Sammelschuber für alle vier Volumes. Dazu gab es noch eine originale Soundtrack-CD mit ausgewählten Titeln, sodass dem epischen Soundtrack der Serie hier nocheinmal besonders Rechnung getragen wird.

Das Fazit

Aldnoha.Zero kann man durchaus mit modernen Anime-Klassikern wie Code Geass, oder Neon Genesis Evangelion in einer Reihe nennen. Eine epische, wenn auch erschreckend realistisch gehaltene Handlung weiß es gekonnt den Zuschauer an den Bildschirm zu fesseln und der epische Soundtrack, sowie die tadellosen Animationen erzeugen eine regelrechte Blockbuster-Stimmung. Fans von einer intelligenten SciFi-Story und brachialer Mecha-Action sollten diesen Titel unbedingt geschaut haben.

Beitragsbild: © Olympus Knights / Aniplex, Project AZ

Paudshi

Schon ein etwas älterer Hase unter den Anime- und Mangafans. Blogger und Student, Hobbykoch und -fotograph

Aldnoah.Zero | BD

€23,97
Aldnoah.Zero | BD
9.3

Konzept

10.0 /10

Handlung

10.0 /10

Charaktere

8.4 /10

Animation

10.0 /10

Sound

8.8 /10

Extras

8.3 /10

Positiv

  • fesselnde Story
  • genialer Soundtrack
  • hohe Animationsqualität

Negativ

  • relativ uninteressanter Hauptcharakter

Paudshi

Schon ein etwas älterer Hase unter den Anime- und Mangafans. Blogger und Student, Hobbykoch und -fotograph

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